Wuala oder DropBox?

Anlässlich eines Tests hat sich mein Wuala-Speicher für die näch­sten 2 Jahre auf 5 GB erhöht, was für mich ein Grund war, Wuala noch ein­mal mit Dropbox zu vergleichen.

Beide bieten kosten­freien Speicherplatz, der gegen Bezahlung erweit­ert wer­den kann. Aber wie sie das tun unter­schei­det sich doch ziemlich.

An meine Wuala-Daten komme ich nur, wenn ich das Programm Wuala starte. Dann öffnet sich ein Fenster mit den Dateien und ein Volume wird gemoun­tet. Ich benötige also unbe­d­ingt eine funk­tion­ierende sta­bile Internetverbindung.

Die Dropbox–Dateien hinge­gen liegen im Dropbox-Ordner auf meiner Festplatte und lassen sich in jedem Fall bear­beiten. Nur das Abgleichen mit dem Online-Ordner, das automa­tisch im Hintergrund stat­tfindet, wenn das Programm geöffnet ist, benötigt einen Zugang zum Internet. Ich kann also mit meinem Net– oder Notebook offline arbeiten, und sobald ich wieder WLAN habe, wer­den die Daten ins Netz hochgeladen

Und ger­ade das finde ich so klasse bei Dropbox. Einmal ein­richten und vergessen. Das Progrämmchen startet automa­tisch und arbeitet im Hintergrund. Ich muss kein Volume moun­ten, keine automa­tis­che Sicherung anstoßen oder Ähnliches. Bei Cashy findet man noch viel mehr und Ausführlicheres zu Dropbox, z.B. auch eine Anleitung, um es mit TrueCrypt-verschlüsselten Dateien zu nutzen.

Wer das Programm immer noch nicht kennt, sollte sich über diesen Link bei Dropbox anmelden. Dann startet er gle­ich mit 2,25 GB Speicher statt mit 2 GB, und ich bin meinem Ziel, den 5 GB kosten­losen Speicher, auch wieder 250 MB näher.

Über frank

Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau), Creative Director, Texter, Journalist, Leser, Mac-Nerd, Jogger

03. Februar 2010 von frank
Kategorien: Dropbox, Mac, must-have, OsX, Praktisch, storage, web2.0, writing | Schlagwörter: , , , , | 7 Kommentare

Kommentare (7)

  1. Hallo Frank, vorab erst mal die Warnung das ich Entwickler bei Wuala bin, also vielle­icht nicht ganz unvor­ein­genom­men ;-) Du hast die Qualitäten von Dropbox sehr schön beschrieben. Es gibt aber doch einige Dinge, wo Wuala klar die Nase vorn hat. Erstens mal stimmt es natür­lich nicht, dass du den Wuala-Client brauchst, um auf deine Wuala-Daten zuzu­greifen. Es ist nur so, dass sogar wir deine geheimen Daten nicht ken­nen, sie also auch im Web nicht anzeigen kön­nen. Du kannst aber jed­erzeit einen Geheimlink für einen Wuala-Ordner erzeu­gen und dann die Daten im Web anschauen. Das ist genau so sicher wie der Login bei Dropbox. Der Unterschied hier ist ein­fach, dass bei Wuala deine Privatsphäre von vorn herein erst mal geschützt ist. Wenn z.B. jemand Daten von unseren Servern klaut, dann nützt Ihm das überhaupt nichts, denn es ist alles ver­schlüs­selt (das stimmt übrigens auch für Daten, die über Geheimlink zugreif­bar sind). Wenn jemand die Daten bei Dropbox klaut, dann hat er deine Daten im Klartext. Und dass das keine reine Theorie ist, zeigt der Fall der geklauten Schweizer Bankdaten ger­ade jetzt ja recht plas­tisch. Du darfst auch nicht vergessen, dass jede Datei die in Dropbox liegt, auch auf alle angeschlosse­nen Rechner kopiert wird. Bei 2GB ist das ja noch ziem­lich egal, aber ich habe z.B. meine ganze Musiksammlung in Wuala (20Gb), daneben bin ich dabei, meine DVD-Sammlung online zu stellen (30GB und steigend). Ich schreibe diesen Kommentar auf meinem Macbook mit 80GB-Festplatte. Da bin ich froh, dass ich nicht 50GB für meine Dropbox ver­schwende. Ich sage ver­schwende, denn es ist kein Problem, Filme (und Musik sowieso) direkt aus Wuala abzus­pie­len. Internetzugriff ist ja heutzu­tage nicht wirk­lich ein Problem. Und auf meine Urlaubsphotos kann ich auch mal einen Tag lang verzichten. Es ist übrigens auch so, dass der Wuala-Client sehr wohl ohne Online-Zugriff funk­tion­iert. Änderun­gen wer­den ein­fach später hochge­laden. Aber auch wir sehen ein, dass man gewisse Daten auch ohne Internet zur Verfügung haben will; wir arbeiten dran: http://bugs.wuala.com/view.php?id=245.

    Gruss aus Zürich

    Thomas

  2. Hallo Thomas, vie­len Dank für Deinen aus­führlichen Kommentar, der noch ein­mal sehr schön Vorzüge von Wuala her­vorhebt, die ich ver­nach­läs­sigt habe. Bei großen Datenmengen ist die automa­tis­che Synchronisierung tat­säch­lich eher störend, aber ich habe momen­tan nur gute 3 GB bei Dropbox, nie nicht ein­mal halb gefüllt sind. Bei Wuala sieht es ähnlich aus. Bei großen zusam­men­hän­gende Dateien ist mir die Übertra­gung meist zu langsam.

    Die Verschlüsselung ist tat­säch­lich ein gutes Argument für Wuala, Das lässt sich bei Dropbox bisher nur mit zusät­zlichem Aufwand bew­erk­stel­li­gen, z.B. per Sparsebundle oder TrueCrypt.

    Mit Datenzugriff ohne Client meinte ich übrigens, dass die Daten zuerst mal bei mir auf dem Rechner liegen und erst beim Starten des Clients in die Clud geschickt wer­den. Aber noch während ich dies schreibe, fällt mir auf, dass das ja mit Wuala genauso geht. Nur dass ich die lokalen Daten aktiv auf das Wuala Volume ziehen muss. Und wie ich mich kenne, vergesse ich das ger­ade dann, wenn ich mal auf einem anderen Rechner weit­er­ar­beiten muss.

    Aber ich sehe schon, ich muss Wuala doch stärker in meinen Arbeitsalltag ein­binden. Danke für den Anstoß.

  3. Nun ja, Wuala bietet ja auch an einen sog. Backup-Ordner anzule­gen. Damit liegen die Daten nach wie vor auf deiner HD und eben gesichert in der Cloud. Das ist prinzip­iell das Gleiche was Dropbox anbi­etet. Nur ist das eben noch lange nicht das Einzige was Wuala an Möglichkeiten der Datenspeicherung in der Cloud bietet ;)

  4. Hi Leute, ich muss zugeben, mich reizen die Vorteile bei­der Konzepte sehr und ich war stark ver­sucht eines davon auszuprobieren.

    Ich möchte aber hier eine andere Betrachtungsweise mit ein­beziehen: Klar, riesige Vorteile, seine Datensammlung (fast) überall und (fast) jed­erzeit ver­füg­bar zu haben und auch ganz ein­fach mit Freunden syn­chro­nisieren zu kön­nen… … aber was passiert dabei im Hintergrund? Thomas Mäder aus dem ersten Kommentar dürfte das klar sein, denn er ist selbst Entwickler eines solchen Programms. 90% der User eines solchen Dienstes sind sich dessen aber nicht bewusst:

    Server müssen Tag und Nacht laufen!!!

    Klar, das passiert jetzt auch schon in einem unvorstell­baren Ausmaß — 2007 hatte Google z.B. ca. 450.000 Server in Betrieb und es mussten weltweit 14 Kraftwerke der 1000-Megawattklasse auss­chließlich zur Stromversorgung von Rechenzentren betrieben wer­den, der CO2-Ausstoss aller Haushalts-Informations– und Kommunikationstechnologie-Geräten liegt bei über 2% des gesamten CO2-Ausstosses der Menschen.

    Unvorstellbar, wie sich diese Zahlen ändern wür­den, wenn plöt­zlich jeder diesen net­ten, kosten­losen Service, zusät­zlich zum Emailservice, auch noch seine pri­vaten Datensammlungen jed­erzeit und überall ver­füg­bar zu haben, in Anspruch nehmen würde!!!!!!!!!!!!!!

    Macht Euch mehr Gedanken, es gibt nichts umsonst!

    [Quellen, sehr leicht zu ergoogeln, z.B.: http://www.shortnews.de/id/656184/Studie-14-Kraftwerke-notwendig-um-alle-Server-weltweit-mit-Strom-zu-versorgen http://www.ikk-isc.de/internet/infoline/17082/IKK-ISCCheck14.pdf]

  5. Da möchte ich Halodri zus­tim­men. Genau diese Überlegun­gen hal­ten mich davon ab «daten­in­ten­sive» Dateien wie mp3 oder jpg online zu speichern.

    So ver­wende ich zwar auch drop­box, aber nur für den Backup winziger Programmdateien (bin Programmierer) und würde das auch allen empfehlen (z.B. nur kleine Word/XLS, also nur mit Text, ohne Bilder online speichern).

    Und z.B. auch keine Webradios, oder son­stiges was unnötig traf­fic erzeugt, verwenden.

    Auch habe ich sel­ber streng darauf geachtet, dass unser Gigdoodle so wenig Datenverkehr erzeugt, wie nur möglich.

    Gruss aus der Nordostschweiz

  6. Ich benutze Dropbox jetzt auch schon seit einer Weile, aber ich empfehle jedem mal die AGB von denen zu lesen. Dropbox behält sich näm­lich das Recht vor, jeden Account mit und auch ohne Ankündingung jed­erzeit zu löschen! Ausserdem hat man, selbst als Premium-Benutzer keinen rechtlichen Anspruch auf den Service. Sollte die Dropbox also mal 2 Tage aus­fallen, dann ist das ein­fach das «Pech» der User. Auch nett ist, dass die sich das Recht vor­be­hal­ten, den Service jed­erzeit in Funktion, Umpfang und Preisen! zu ändern. Wenn also mor­gen meine 10GB nur noch 5GB sind, dann ist das wieder mein «Pech». Noch besser ist allerd­ings, dass wenn die eige­nen Daten durch Serverausfall oder sonst­was ver­loren gehen, Dropbox bei Free-Accounts nur bis 20$ und bei Premium-Accounts nur bis 100$! haftet. Da finde ich die Grafik von der «Tour» schon ein wenig iro­nisch: https://www.dropbox.com/tour#4

  7. Irgendwie finde ich das blöd, dass Wuala immer mit Dropbox ver­glichen wird. In Wuala will ich meinen Krempel sicher spe­ich­ern, entweder um ihn nicht auf der Platte haben zu müssen, von überall darauf zugreifen zu kön­nen, oder als Backup.

    Dropbox nutze ich um mein Studiums-Verzeichnis zu syn­chro­nisieren. So kann ich mich weitest­ge­hend darauf ver­lassen, dass ich Dateien die ich zuhause bear­beite auf meinem Netbook wieder finde, wenn ich an der Uni bin, und umgekehrt. Auf Datensicherheit kommt es mir dabei nicht an. Sollte Dropbox meinen Account zu machen, ist das zwar ärger­lich, aber kein Problem. Auf einem der bei­den Rechner sind die Daten ja gespe­ichert, und nichts was da drin ist, ist für andere von Wert.

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