Gitarre: offene Stimmung, Haltung, Tapping und gay sons of lesbian mothers

Eigentlich wollte ich nur diesen Kommentar kom­men­tieren, aber im Zug hatte ich mal wieder zu viel Zeit. Jetzt mache ich doch einen eige­nen Beitrag daraus:

Holger meinte, für einen Anfänger sehe die Erik-Mongraine-Spielweise ergonomis­cher aus. Ergonomischer vielle­icht, aber ein­facher bes­timmt nicht. Es ist halt eine ganz andere Spielweise, die meist auch einen anderen Sound her­vor­bringt. Abgesehen davon, dass man die Gitarre auf eine offene Stimmung umstim­men muss, (z.B. D-A-D-Fis-A-D statt des üblichen E-A-D-G-H-E) wer­den die Stücke durch das Tapping meist perkussiver.

Man kann die Gitarre in dieser Haltung und Stimmung natür­lich auch mit einem Steel Bar oder Slide spie­len (Stichwörter: Hawaii Gitarre, Truck Stop, Ben Harper, Sponge Bob-Musik), dann klingt’s wieder anders. Oder wie Richie Havens (Woodstock: Freedom) haupt­säch­lich mit dem Daumen greifen.

Ich finde einige Stücke wie das von Erik Mongraine inter­es­sant und bin fasziniert, was manche Menschen mit einem Stück Holz (oder Carbon) und ein paar Saiten zu leis­ten ver­mö­gen, in der Regel gefällt mir die Musik von Gitarreros wie Al di Lucia-Laughlin aber nicht so sehr. Ich bevorzuge drei Akkord-Stücke (gerne E-A-H7) und Power-Chords. Den frühen John Lee Hooker und die schlichten akustis­chen Stücke von Ben Harper kann man immer hören. Leider fehlen mir die Stimme von JL und das Timing von BH. ;-)

Bei unserem Bassisten früher im Übungsraum der ehe­ma­li­gen Schlachterei in Lehrte waren sowieso nur die bei­den dicken Saiten auf dem Bass. Und Clawfingers Gitarrist hat, wie ich kür­zlich gele­sen habe, die oberen bei­den Saiten (H+E) mit Klettband still­gelegt, damit sie nicht mitscheppern.

Nichtsdestotrotz hier noch etwas Kaki King. Einmal artis­tisch, ein­mal schlicht. Das ruhige gefällt mir etwas besser. Außerdem ist der Titel Gay Sons of Lesbian Mothers klasse. Auch ein guter Name für eine Band.

Gay Sons of les­bian moth­ers:

Das ursprüngliche Video wurde ent­fernt, das oben ist der offizielle Nachfolger

Playing with pink noise:

Über frank

Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau), Creative Director, Texter, Journalist, Leser, Mac-Nerd, Jogger

09. Januar 2007 von frank
Kategorien: Gitarre, itunes, mp3, Musik, Spots | Schlagwörter: , , , , , , | 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Offene Stimmungen sind ger­ade für solche Techniken sehr gut geeignet. Wenn man sich dann aber die Stücke im ganzem so anschaut, dann scheint es mir aber doch so, als sei man dort, doch arg im Stil eingeschränkt. Mag aber wohl eher daran liegen, dass diese Künstler halt eben diese Stile pflegen.

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